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17.01.2017, 10:35 Uhr
Pflegebedürftigen Menschen möglichst lange Verbleib in häuslicher Umgebung gewähren
Erwin Rüddel und Ellen Demuth informierten sich bei GemeindeschwesterPlus
Linz am Rhein. - „Pflegebedürftigen Menschen möglichst lange den Verbleib in der häuslichen Umgebung und ein selbstbestimmtes Leben zu gewähren, ist oberstes Ziel“, erklärte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel anlässlich eines Informations- und Meinungsaustauschs des Projektes „GemeindeschwesterPlus“ in Linz. In Begleitung des Bundestagsabgeordneten war CDU-Landtagsabgeordnete Ellen Demuth.
Als „GemeindeschwesterPlus“ fungieren vom Standort Linz aus, für die Verbandsgemeinden Linz, Bad Hönningen, Waldbreitbach und Unkel, Roswitha Rosenmüller und Brigitte Siebenmorgen. Zugegen beim Gespräch mit dem Pflegepolitischen Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Erwin Rüddel, und Landtagsabgeordneter Ellen Demuth war vom Pflegestützpunkt Linz auch Gerhild Schranz.

„Wir kommen alle aus dem pflegerischen Bereich, der Kranken- oder Altenpflege. Unsere Hauptaufgabe ist jedoch Prävention, die Beratung noch nicht pflegebedürftiger Menschen in der Alterskategorie 80Plus“, berichtete Roswitha Rosenmüller und ergänzte: „Wir wollen aber lieber beim Alter von 70 Jahren beginnen. Ab diesem Beratungsalter sehen wir unsere Aufgaben und Möglichkeiten zum Wohle der betroffenen Klientel noch viel effizienter.“

Möglichst früh müsse damit begonnen werden, die Bedürfnisse der Betroffenen zu ermitteln, um deren Ansprüchen auch in ihrem gewohnten Umfeld gerecht werden zu können. Der Gesundheitspolitiker unterstrich: „Eine zugehende Pflegeberatung ist grundsätzlich zu begrüßen. Viele Angebote in der Pflege werden nicht genutzt, weil ältere Menschen über diese Angebote nicht informiert sind. Um gerade ältere Menschen durch unser gutes, aber teils unübersichtliches Gesundheitssystem zu lotsen, ist Beratung ausgesprochen wichtig.“ Die Bezeichnung „GemeindeschwesterPlus“ hält Rüddel jedoch für unglücklich: „Denn dadurch wird die Erwartung auf pflegerische Hilfe geweckt, statt auf Beratung Nichtpflegebedürftiger.“

Mit dem neuen Pflegebegriff, so Rüddel, konnte ein Quantensprung bei der Runderneuerung der Pflege abgeschlossen werden. „Bei der Pflege vor Ort spielen die Kommunen eine wichtige Rolle. Diese Kompetenzen wollen wir stärken, damit Pflegebedürftige und ihre Familien mehr Informationen über Pflegeangebote und -möglichkeiten erhalten“, äußerte der Pflegeexperte, der wiederholt den Ausbau einer zugehenden Pflegeberatung gefordert hat.

Denn die Kommunen sollen in der Pflege die Beratung vor Ort verbessern können, z.B. durch Beratungszentren, aber auch durch zugehende Beratung zuhause. „Für alles gibt es Hilfe, aber nur wenige wissen, wie man da heran kommt. Zudem sorgt manches für Verwirrung der Betroffenen. Hier sind Informationen, zu wie, wann und weshalb Pflege, unbedingt notwendig“, sagte der Bundestagsabgeordnete.

Landtagsabgeordnete Ellen Demuth hatte im Vorfeld des Treffens kritisiert, dass die „GemeindeschwesterPlus“ losgelöst arbeitet und nicht in kommunale Netzwerke eingebunden ist. Unter diesem Aspekt müsse man an der Effizienz des gut gemeinten Ansatzes zweifeln. „Beratung muss koordiniert und vernetzt geschehen, wenn sie erfolgreich sein soll“, wiederholte Demuth.

„Deshalb ist es absolut wichtig, dass man die kommunale Familie mit all ihren Verästelungen in die Beratungsstruktur einbaut. Mit Pflegestützpunkten, Seniorenbeiräten, Mehrgenerationenhäusern, VdK und vielen anderen Beratungseinrichtungen vor Ort sollen die Kommunen gestärkt werden, diese Beratungsstruktur aufzubauen“, bekräftigte Erwin Rüddel.


Im Bild: Trafen sich zum Meinungsaustausch im Pflegestützpunkt Linz: (v.li.) Gerhild Schranz, GemeindeschwesterPlus Brigitte Siebenmorgen, GemeindeschwesterPlus Roswitha Rosenmüller, CDU-Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel und CDU-Landtagsabgeordnete Ellen Demuth
(Foto: Reinhard Vanderfuhr / Büro Rüddel)

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