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20.07.2010, 09:56 Uhr |
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Rüddel: „Zahl der Arbeitslosen kann schon bald unter 3 Millionen sinken“
Berlin/Altenkirchen/Neuwied. - Die Zahl der Arbeitslosen könnte in Deutschland schon bald unter die Marke von drei Millionen sinken, erklärte heute der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel unter Hinweis auf den jüngsten Monatsbericht der Bundesbank.
„Das Expansionstempo der deutschen Wirtschaft hat sich im Frühjahr deutlich erhöht“, stellt die Deutsche Bundesbank in ihrem gestern veröffentlichten aktuellen Monatsbericht fest. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) habe „außerordentlich kräftig“ zugenommen, und es deute vieles darauf hin, dass das Wachstum 2010 deutlich über 2 Prozent liegen werde. Die Regierung war in ihrem Jahreswirtschaftsbericht im Januar noch von 1,4 Prozent Wachstum ausgegangen.
Auch die Unternehmen schätzen ihre Situation immer besser ein. Zu den Hauptantriebskräften der Konjunktur zählt inzwischen neben dem Export auch die Belebung der Binnenkonjunktur. Die Bundesbank erwartet deshalb eine weitere „Stabilisierung des privaten Konsums“. Dazu kommen noch aktuell positive Zahlen aus dem Bundesfinanzministerium zu den Steuereinnahmen von Bund und Ländern, die ebenfalls auf neuen Schwung in der Wirtschaft hindeuten. Unter dem Strich könnte dies dazu führen, dass durch milliardenschwere Mehreinnahmen die Neuverschuldung in diesem Jahr signifikant geringer ausfällt als ursprünglich vorgesehen.
„Das alles zeigt, dass wir mit unseren Konjunkturprogrammen und unserer Finanzpolitik auf dem richtigen Weg sind“, sagte Rüddel. Das beweise nicht zuletzt der Arbeitsmarkt, der trotz der weltweiten Probleme auf den Finanzmärkten von Monat zu Monat bessere Zahlen liefere.
Tatsächlich weisen die Daten der Bundesagentur für Arbeit auf eine ungebrochene Nachfrage nach Arbeitskräften hin, und zwar aus den verschiedensten Branchen. „Die positive Konjunkturentwicklung erreicht immer stärker den Arbeitsmarkt. Das ist vor allem deshalb wichtig, weil wir gerade auch den Langzeitarbeitslosen einen Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt ebnen wollen“, erklärte der Abgeordnete. Im Vergleich mit anderen westlichen Industrieländern sei Deutschland geradezu glänzend aus der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise hervorgegangen.
„Andere Länder beneiden uns um diese Entwicklung und hoffen darauf, dass wir weiter als europäische Konjunkturlokomotive wirken“, sagte Rüddel. „Das sind die Fakten, und die sprechen eine andere Sprache als das Krisengerede, das von manchen in der Opposition so gern gepflegt wird“, fügte der Abgeordnete hinzu.
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